Archiv für Januar 2012

Freitag, 27.01.2012


Bring your I‘ll become a feminist book!
Der erste grrrlz*DaIY im neuen Jahr gilt uns als Besucher_innen. Was hat uns hierher gebracht, was hat uns politisiert, was hat uns feministisch gemacht? Laszt uns austauschen und gemeinsam genieszen oder empören.

Bring your I‘ll-become-a-feminist-book heiszt:

Gibt es einen Text, eine Aussage, einen Roman, ein Bild, ein Erlebnis, bei der/dem du gedacht hast Feminismus ist (immernoch) eine notwendige Sache?
Was hat dich bewegt, aufgewühlt und angestoszen?

Wir wollen diese Dinge lesen oder anschauen oder ihnen lauschen. Es wäre schön wenn du Zitate, Textausschnitte vorlesen magst, von deinem Erlebnis erzählst oder das Bild ausgedruckt mitbringst. Wenn du nicht selbst lesen magst, kannst du gern Deine Literatur mitbringen und wir finden schon eine Lösung.

Mit Lust und Laune, gemeinsamen Kichern, lachen und wütend sein, können wir uns austauschen über den Prozess des Feminist_in-Werdens und -Seins.
Bei Cocktails, Snax und was ihr sonst noch von uns gewohnt seid.
Entspannt und in netter Atmosphäre.

In erster Linie geht es um dein I‘ll become a feminist- Buch. Aber da nicht alle an Büchern ihre Wendepunkte oder Erkenntnisse haben, sind wir da offen.

Komm vorbei und bring Dein Buch mit! Wenn wir etwas ausdrucken sollen oder du noch Fragen und Anregungen hast schreib uns unter grrrlzdaiy [at] systemausfall [dot] org.

    Cis-Männer: If u like – du bist Feminist und kannst dich noch sehr gut an den Moment erinnern, den Text, das Buch, die Person, der/die/das den Willen dazu bei dir ausgelöst hat? Wenn du magst kannst du uns gern die Angaben zu deinem I‘ll-become-a-feminist-book schicken, wir freuen uns auch einen Beitrag von auszen mit in die Lesung aufnehmen zu können.

your grrrlz*DaIY-crew!

Das Viertel ist sich einig…

Als Reaktion auf den Buttersäure-Anschlag auf die Häuser des Awiro e.V. wird es am 25.01. eine Demonstration durch die Innenstadt geben.

Die Täter verschütteten vor den Hauseingängen der Projekthäuser und vor dem Eingang des Cafes “Median” Buttersäure. Es ist offensichtlich, dass dieser Anschlag durch Neonazis verübt worden ist. Bereits zahlreiche Anfragen des NPD-Abgeordneten David Petereit in der Rostocker Bürgerschaft sowie diverse Hetzartikel auf einschlägigen Internetseiten zeigen das herausstechende Interesse der Neonazis für das Hausprojekt.

Wir werden den Anschlag auf unseren Freiraum nicht unbeantwortet lassen. Wir werden neonazistische Gewalt niemals ignorieren oder sogar akzeptieren. Die Rostocker Innenstadt ist den Nazis schon lange ein Dorn im Auge, denn hier konnten sie noch nie Fuss fassen. Der alternative Charakter Rostocks ist auch das Ergebnis eines jahrzehntelangen Kampfes um alternative Freiräume. Diese müssen immer wieder neu erkämpft und verteidigt werden! Wir lassen sie uns von Nazis nicht kaputt machen! Dass Neonazis hier keinen Platz haben, zeigten bereits die vielfältigen, breiten und erfolgreichen Proteste gegen den ehemaligen Naziladen „East Coast Corner“ in der Doberaner Straße.

Beteiligt euch an der Demonstration und solidarisiert euch mit allen Betroffenen rechter Gewalt. Zeigen wir den Neonazis und ihren SympathisantInnen, dass das Viertel sich einig ist und keine rechte Gewalt oder Strukturen duldet!

Treffpunkt: 25.01., 18 Uhr, Universitätsplatz, Rostock

PM: Buttersäureanschlag auf Projekthäuser des Awiro e.V.

In der vergangenen Nacht vom Sonntag den 22. auf Montag den 23. Januar kam es in Rostock zu einem Buttersäureanschlag auf die Häuser des Awiro e.V.. In den Häusern in der Niklotstraße 5/6 befinden sich neben dem Cafe Median auch Wohnungen und Projekträume wie der Infoladen „Flüstern und Schreien“. In den frühen Morgenstunden hatte ein Bewohner einen stechenden Geruch festgestellt und die Feuerwehr alarmiert. Bislang unbekannte Täter hatten an mehreren Stellen Buttersäure verschüttet. Gegen Morgen waren dann Feuerwehr, Polizei und Presse vor Ort. Eine Räumung des Hauses war nicht notwendig. Buttersäure kann allerdings in entsprechender Konzentration zu Reizungen und auch Verletzungen der Augen und Atemwege führen. Neben den betroffenen Häusern befindet sich ein Kindergarten, in dem Kinder aus dem ganzen Stadtteil betreut werden.

Bewohnerinnen und Bewohner der Häuser vermuten einen politischen Hintergrund der Tat. Bereits in der Vergangenheit hatte es Anschlagsversuche durch Neonazis gegeben, bei denen mehrfach Kürzel und Bekennerschreiben der Rostocker Kameradschaft „Nationale Sozialisten Rostock“ (NSR) hinterlassen wurden.

Auch zeigte sich der NPD-Abgeordnete David Petereit in der jüngsten Vergangenheit sehr interessiert am Awiro e.V.. So stellte er in der Rostocker Bürgerschaft mehrfach Anfragen, die sich auf den Verein bezogen haben. Auf einer neonazistischen Internetseite, für die der NPDler ebenfalls verantwortlich ist, wurden die Häuser in der Niklotstraße gar als „Anlaufstelle für kriminelle Strukturen“ denunziert, von denen „immer wieder Gewaltexzesse“ ausgehen. Szenekenner bestätigen die enge Verbindung zwischen Petereit und der NSR.
„Dieser Anschlag auf den Awiro e.V. war nicht der Erste.“ teilt eine Sprecherin des Vereins mit. „Der Angriff auf unser Projekt zeigt uns allerdings einmal mehr, dass antifaschistisches Engagement auch in Rostock weiterhin wichtig und notwendig ist.“

Einen weiteren Bericht findet ihr auf Kombinat Fortschritt.

Die neuen Kreistage und die neuen Nazis

Im September 2011 wurden die Kreistage, der im Zuge der Kreisgebietsreform neu strukturierten Landkreise, gewählt. Die NPD ist in allen Kreistagen vertreten. Welche Nazis sitzen in den Kreistagen und welchen Strategien verfolgen sie? Mit diesen Fragen wird sich Anfang Februar eine Infoveranstaltung im Cafe Median beschäftigen.
Cafe Median, 06.02.2012, 20 Uhr, Vortrag mit anschließender Diskussion

Nächsten Freitag gehts weiter

Nachdem wir beim heutige Arbeitseinsatz bei schönem Wetter schon eine ganze Menge geschafft haben, wollen wir nächste Woche weitermachen. Wenn sich alle reinhängen, dann stehen die Chancen gut, dass wir beim nächsten Mal fertig werden.
Kommt am Freitag (20.01.) und helft dabei mit den Hof zu entrümpeln. Bringt Werkzeug (Sägen usw.) mit und zieht euch Tobeklamotten an. Treffpunkt ist wieder um 10 Uhr am Cafe.